Shoppen in Großstädten ist langweilig!

das habe ich zumindest die letzten Jahre festgestellt. Pah, früher, als meine Eltern noch keine grauen Haare und wir Klassenausflug nach München hatten, gabs immer was Interessantes zu sehen und vor allem was Interessantes zu kaufen. Jaha- auch in der Innenstadt. Und zwar was, was es im schnöden Einkaufsareal der eigenen Stadt nicht gab. Oder umgekehrt. Und etzala: H&M, Mango, Zara, Esprit und Deichmann wohinst schaust. LANGWEILIG. Kriegst die Hose bei H&M München nicht, kaufst sie Dir halt beim H&M in Hainsacker oder in London. Das nervt!

Nix gegen diese Läden an sich, aber immer und überall ist schon ganz schön fad, zumal jede Innenstadt mit denselben Läden „gesegnet“ ist und das Einkaufserlebnis zum großen Einkaufsgähnen wird.

Ist doch bei uns Grufties dasselbe. Da hat sich damals, als der X-tra noch ein Heftl war, mein Brieffreund, der Heinzi, extra einen modischen Gotenkatalog aus Amerika bestellt. Das war die Schau! Das waren ganz andere Samtlappen als die Einheimischen.

Und etza: Same shit, different town 😦 Die schlechte Undergroundwear gibts überall zum selben überteuerten Preis, aber die besondere Note fehlt.

Klar hats auch Vorteile, immerzu und überall wahnsinnig ausgefallene Teilchen kaufen zu können, aber irgendwie fehlt mir da grad ein bisschen das Individuelle.

Das hab ich auch vor nicht allzulanger Zeit in einer Disko jenseits des Weißwurstäquators gesehen, wo ich mich, als ich auf dem Klo gesessen bin und die Gespräche der Nachbarinnen gehört habe,gewundert habe, warum die auf einmal alle Hochdeutsch reden, aber das ist ein anderes Thema 😉

Also in jener Disko sind mir wahnsinnig viele von den Cybergoten, Jungens wie Mädchens aufgefallen, die sich, wo auch immer Platz war, mit irgendeinem Firlefanz bunt behängt und beringelt hatten, aber trotzdem nicht mehr aus der schwarzen Masse herausgestochen sind, weil jetzt mittlerweile jeder Gartenschläuche auf dem Kopf und neongelbe Tütüs hat, eben weils das halt jetzt auch überall zu kaufen gibt. Aber:

Stil kann man nicht kaufen. Nicht beim X-tra, nicht in amerikanischen Gotenkatalogen und beim Zara schon erst recht nicht.

Wie der Herr Nietzsche einmal gesagt hat:

„Der gefundene Stil ist eine Beleidigung für den Freund des gesuchten Stils.“

Naja, egal, ich schweife ab. Was ich damit sagen wollte. Mittlerweile lobe ich mir kleine Klitschen fernab von jedem Trend, wo man sich das eine oder andere Teilchen kaufen und mit einem stilvollem Augenzwinkern tragen kann, z.B.

www.lochers.com.

Aber ich wollte hier eigentlich keine Werbung machen, sondern nur das Rezept für eine Hühnersuppe suchen, die ich mir jetzt kochen will.

In diesem Sinne, es grüßt das Huhn auf Suppensuche und gibt Euch eines ihres Lebensmottos mit auf dem heutigen Abendweg:

„Stil zu haben ist die vornehmste Art, stur zu sein“ Erhard Blanck

Yeah!