Ein Furzkissen

das habe ich vor Kurzem von meinem Mister geschenkt bekommen, romantisch, nicht?
Wer jetzt denkt, dass das ein Symbol dafür war, dass zwischen uns die Luft quasi raus ist, hat sich geschnitten.
Der Grund war: ich liebe Scherzartikel. Was für andere Klischeefrauen der begehbare Kleiderschrank, ist für mich der begehbare Scherzartikelladen. Furzkissen, Plastikkotze und Konsorten bringen mich schon bei der bloßen Vorstellung, was man damit machen könnte vor Lachen zum Heulen. So auch letzte Woche, ich weiß nicht mehr genau, wie wir aufs Thema Furzkissen kamen. Auf jeden Fall kamen wir beim gedanklichen Einsatz desselbigen vom Hundertsten ins Tausendste und ich danach vor Lachen fast nicht mehr auf die Beine. Ich fahre ja oft mit der Bahn. Da ich noch daran arbeite, ein komplettes Abteil für mich alleine reservieren zu können, hat man so manches Mal diverse Mitfahrer, die man wiederum nicht gerne hat (bestimmt eine Folge von den unliebsamen Mitfahrern meiner Kindergartenfahrgemeinschaft, siehe http://eve-blood.blogspot.de/2015/04/schlagkraftige-argumente-in-orange-oder.html). Manche setzen sich auch einfach ungefragt neben einen. Sehr ungezogen, finde ich. Einmal habe ich gesagt, dass da mein unsichtbarer Freund sitzt, da hat er dann dumm geschaut, der Einfachsodazusetzer. Ist aber sitzen geblieben, was ich jetzt ganz schön rücksichtslos fand. An den Einsatz von Scherzartikeln zur Verteidigung der Arm- und Beinfreiheit habe ich bis jetzt noch nicht gedacht. Bis letzte Woche eben…
Und allein schon die Vorstellung, einem Einfachsodazusetzer einfach so ein Furzkissen unterzuschieben, treibt mir die Tränen in die Augen vor Lachen. Aber man weiß ja nie, wen man da vor sich hat, es wäre natürlich nicht meine Absicht, einen ohnehin schon vielleicht nicht selbstbewussten Menschen durch einen lauten Riesenfurz (es ist ein großes Furzkissen, sehr laut) akustisch bloßzustellen oder einen ganz humorlosen Menschen zu erwischen, nicht dass der dann meine rehbraunen Augen blauwalblau haut. Risiken und Nebenwirkungen eben… Aber die Gedanken sind frei und diese Freiheit erstreckt sich auf die Bahnabteile, Wartezimmer, Kirchenbänke, Staubtrockenseminare, Kinosessel und Königsthrone dieser Welt. Schulbänke habe ich schon durch, das könnt Ihr mir glauben 😉

Aber wer weiß, ich habe es auf jeden Fall immer in meiner Tasche, und wenn sich die Gelegenheit ergibt, dann kommt es zum Einsatz.
Also passt schön brav auf, wenn Ihr Euch irgendwo hinsetzt, gar ungefragt, uiui, das könnte ganz schön laut werden. Gnhnhn.