Die Freuden der Massage Teil 2

Meine sehr lieben Leser,

ich hab Euch ja schon mal von meiner Abneigung gegen Stirnölguss-Flutschmassagen erzählt und dass ich da schneller draussen wäre, als die Stirnölguss-Masseurin „Ayurveda“ sagen kann, s. hier: https://frolleineve.wordpress.com/2013/12/30/die-freuden-der-massage/
aber es gibt noch viele andere Arten der Massage, wie Ihr wisst.
Wie zum Beispiel die Muskelverspannungsmassage im Rahmen einer Physiotherapie, die Tantramassage, unter der ich mir immer ein Rudelbumsen esoterischer Althippies vorstelle und sie Mr. Blood als Weihnachtsgeschenk androhe, woraufhin er mit einem Theaterkartenjahresabo kontert (uaaaah, ich bin ein Kulturbanause und mit Theater kannst Du mir in den Frack steigen) und dann gibts noch die große Schwester der Muskelverspannungsmassage im Rahmen einer Physiotherapie, nämlich die Metzgermassage.
Die ich im Rahmen einer Rehamaßnahme aktuell ja … genieße wär jetzt ein bisschen ein falsch gewähltes Wort. (Neeeneee, Frau K, Frau P. und Herr T. von der Physiotherapiepraxis meines Vertrauens, es ist alles in Ordnung, mir geht’s gut, doch, ehrlich, aaaauuuuuuuuuuuuaaaaaaa. )

Also die Metzgermassage, gell. Der Metzgermeister ein Masseur der alten Schule mit Händen wie Klodeckeln. Noch nichts Böses ahnend habe ich gesagt, wo es denn zwickt, woraufhin der Metzgermeister der alten Massageschule versucht hat, den verspannten Bereich mit seinen beiden Klodeckelhänden zu lockern, woraufhin ich versucht habe, nicht wegzulaufen. Mein lautes Gejammere „AAAuaaaa, Auuuaaa“ eine Oktave höher nachäffend patscht er mir gutmütig auf die Schulter, woraufhin ich fast ebenfalls gutmütig von der Massageliege gebollert wäre. Ein paar Minuten später hatte ich bereits das Gefühl, in die Massageliege eingewalkt zu sein und mein vorgestriges Plätzchenbacken lief rückwärts vor meinem geistigen Auge ab. Ich habe mich noch nie mit einem Plätzchenteig identifiziert… bis gestern. Und dann hatte ich das spontane Bedürfnis mich zu einer Kugel zusammenzurollen und eine Stunde in den Kühlschrank zu setzen.
Das heißt, sollte ich jemals wieder von der Massageliege runter- bzw. aus der Massageliege rauskommen. Wobei… ein paar gutmütige Schulterpatscher und die Erwähnung eines Stirnölgusses dazu dürften die körperliche Liegenanhaftungszeit erheblich verkürzen.

Bis dahin jammere ich noch ein bißchen vor mich hin. Auaaaa echt jetzt.

Euer plätzchenteigiges Frollein, das sich vorsichtshalber nie wieder verspannt

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