Frollein Eves ungeheimes Reisetagebuch der Sinne – Teil 1 Flieger grüß mir die Sonne

So, liebe Leser, dann war es also so weit. Das, was ich nie gemacht habe, weil ich immer gedacht habe, dass ich es nicht kann: lange fliegen.
Vor lauter Schiß, weil ich nicht weiß, wie ich auf einen langen Flug reagieren würde, habe ich es bisher gar nicht in Betracht gezogen, weier weg zu fliegen. Lange heißt über 4,5 Stunden. Das war die längste Flugzeit bisher und sie kam mir schon sehr lange vor. Ist aber auch schon 12 Jahre her, heißt, der technische Schnickschnack,  was die Unterhaltung an Bord betrifft, hat sich seitdem schon sehr verändert.
Aber es ging mir nicht nur um die Zeit, in der man rumsitzt und nichts tun kann außer mal aufs Klo zu gehen und Flugzeugessen zu essen, sondern darum, zwischen Menschen eingepfercht zu sein, die man nicht kennt und von denen man  nicht weiß, wie sie riechen.
Als Crazy Nose Lady ist das schon ein gar nicht mal so unwichtiger Punkt. Stell Dir vor, Du sitzt 9 Stunden neben jemanden, der nach Arsch und Friedrich riecht. Oh oh.

Aber: ich habe mich überwunden, denn das Ziel, das ich hatte, war eben nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Oder mit dem Schiff. Und die sind mir noch ungeheuerer.
Maßnahmen vorher: 1. Mr. Blood hat mir einen Fensterplatz gebucht und sich neben mich gesetzt: perfekt!
2. Vorheriger Besuch beim Hausarzt der mir etwas gegen Flugangst verschrieben hat. Nach Durchlesen der Nebenwirkungen habe ich dann homöopathische Alternativen gesucht: bei der Recherche gelernt, dass es mehrere Arten von Flugangst gibt. Auch interessant.
Empfehlenswerte Seite:
https://www.globuli.de/wissen/behandlung/angst-nervositaet/flugangst/

Ich hatte eher so Bedenken, dass ich die Enge Scheiße finde. Habe mir zwei Mittel ausgesucht, dazu Notfalltropfen und muss sagen: perfekt! Keine lästigen Nebenwirkungen wie Atemnot, Delirium, Doppelsehen, Sprachstörungen und Angstzustände (wie jetzt? Als Nebenwirkung für ein Mittel gegen Fluganst?), die in dem vom Arzt beschriebenen Medikament aufgeführt waren. Eigentlich schlau, die Angst vor den Nebenwirkungen lenkt von der Flugangst ab ;).

Aber eigentlich hätte ich vor lauter Ablenkung wahrscheinlich eh keine Angst vor irgendetwas bekommen, ausser davor, die Liste an Filmen, die ich mir ausgesucht hatte, nicht fertig schauen zu können. Das Unterhaltungsprogramm bei Lufthansa ist wirklich super. Und alle zwei Minuten kommen Flugbegleiter vorbei, um einen etwas zu essen oder zu trinken anzubieten.
Wie soll ich sagen, die Zeit verging wie im Flug Dank bester Platzwahl, bester Reisebegleitung, bestem Unterhaltungsprogramm, gutem Essen (war echt gut) und bequemen Sitzen.

Also gefühlt innerhalb von unter 4 Stunden in New York angekommen. In NEW YORK, hurraaaa! „If you can make it there you can make it everywhere“ hat meine sich in Luft aufgelöste Flugangst bei Ankunft vor sich hingesummt.

Nur die Person, die uns mit einem unsichtbaren Riesenfön seit Betreten der Landebahn hinterherrennt und von allen Seiten befönt, muss ich noch finden… dazu im Teil 2.

Ach ja, die Sinne. Reisetagebuch der Sinne. Ich habe mir gedacht, wie es denn wäre, meine Sinnesorgane mal auf Reisen zu Wort kommen zu lassen. Also gut.
Die Augen:
Wat, wat, so eine Auswahl an  Filmen/Dokus/ Serien, wie soll ich denn das fertig werden, uiuiui. Wat? Ein Buch dabei… das kann warten. Wat, schon die Landebahn? Ich hab noch nicht alles gesehen…
Die Ohren: Puh, ein leiser Flug, nach dem letzten Flug, der von 6 Kleinkindern im Dauerbrüllmodus beschallt war, haben wir uns schon den stärksten Tobak unter den Ohropaxen besorgt. Stattdessen haben wir eben zusammen mit den Augen Filme gesehen. Entpannend.
Die Nase sagt: Hey, keiner stinkt. Kein Arsch und Friedrich. Gut. Nur die Luft ist etwas trocken.
Der Geschmackssinn sagt: Also das Essen war wirklich gut, hab ich nicht gedacht, weil Flugzeugessen so einen schlechten Ruf hat. War ein vegetarisches Nudelgericht. Echt lecker. Noch eins! Her damit.
Der Tastsinn sagt: Würd mich mal interssieren, ob es der Vordermann als Druck auf den Hinterkopf spürt, wenn man sich so durch die Filmauswahl zappt. Oder warum nickt der ständig? 😉

Ha. Vermeintliche oder befürchtete Flugangst nicht bewahrheitet: check.
Auf gehts in den ersten Abschnitt der Reise: 3 Tage New York.
Dazu mehr im Teil 2.

Euer Frollein, das ab jetzt überall hinfliegen kann.

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