Der Rat der Woche

 

Rat der Woche

 

Der Rat der Woche 18

Im heutigen Rat der Woche liebe Leser geht es um Stachelbeeren und Ohropax. Wenn Ihr jetzt denkt, dass die beiden nichts gemeinsam haben, liegt Ihr schon richtig. Wenn die beiden andererseits richtig liegen, haben sie schon was gemeinsam. Zumindest im Halbschlaf. Und mit gemeinsam meine ich gemein. Weil gemein war das schon. Ich schlaf ja meistens mit Ohropax, damit ich meine Ruhe habe, nur fallen die Ohropaxen manchmal aus den Ohrwascheln raus im Schlaf, vielleicht wenn man von einem Metalkonzert träumt oder davon, dass man ein Wackeldackel hinten im Auto ist und während man mit seinem Kopf wackelt, fallen die Ohropaxen raus. So auf Mundhöhe. Und dann habe ich von Stachelbeeren geträumt. Das weiß ich noch. Weil mich der Geschmack irritiert hat. So nach nix und irgendwie war auch die Konsistenz anders. So wächsern. Geschmeckt hat sie mir nicht, die Stachelbeere und ich weiß jetzt auch warum: weil ich aufgewacht bin und gerade mein Ohropax gefressen habe. Zumindest angekaut, weil geschmeckt hats ja nicht. Dass es keine Stachelbeere war, wusste ich spätestens jetzt auch. Wirklich gemein.
Darum rate ich Euch, Eure Schlafaccessoires nicht aufzuessen, weil sie nicht schmecken. Und nicht von Stachebeeren zu träumen. Da haltet Euch jetzt mal daran ;). Gell ;).

Euer Frollein, dass sich jetzt lieber Stachelbeeren zum Schlafen in die Ohren steckt um wächsernen Geschmacklosigkeiten beim Aufwachen zu entgehen

Der Rat der Woche 17

Liebe Leser,
heute hab ich wieder einen Rat der Woche im Ärmel für alle diejenigen unter Euch, die gerne Röcke tragen und manchmal etwas schusselig sind. Also, liebe Rockstars, wenn Ihr mal kurz in die Hocke geht, um z.B. bis zum Oberkörper in Euer Handtasche zu verschwinden, um irgendwas zu suchen, dann bedenkt beim Aufstehen, dass es durchaus möglich sein kann, dass sich der hintere Rockzipfel in der Zwischenzeit still und heimlich irgendwie unter den Absatz Eures Schuhes gemogelt hat. (Fragt mich nicht, wie so etwas passieren kann.) Und nun gibt es zwei spannende Möglichkeiten. Spannend für diejenigen, die um Euch rumstehen zumindest ;). Erstens: Man steht schnell auf und der Rock zieht es aber lieber vor, noch ein bißchen am Boden rumzulungern, während Ihr ca. 1.68 m weiter oben eine lustige Gesichtsfarbe bekommt. Oder zweitens: Ihr kommt gar nicht erst bis nach oben, weil Euch der Zug Eurer festgetretenen Unterbekleidung wie eine umgekippte Schildkröte nach hinten fallen läßt. In diesem Falle (haha) empfiehlt es sich, es der Schildkröte gleich zu tun, den Kopf einzuziehen und die umstehenden lachenden Personen gleich um ein Salatblatt zu bitten. 😉

Aua!
Euer Frollein, das jetzt bitte noch gerne etwas Essig und Öl hätte 😉
15.01.2013

 

Der Rat der Woche 16

Hallo liebe Leser,
so, jetzt gehts ruckzuck Richtung Herbst, schade eigentlich, jetzt wo’s doch immer so schön war. Naja, aber dafür gibt’s jetzt wieder einen Rat der Woche, passend zum Thema. Denn wenn das Wetter wieder herbstlicher und die Haut trockener wird, mischt sich die Frau von Welt gerne Gesichtsmasken zusammen. Und dieser Rat der Woche richtet sich an Gesichtsmaskenbenutzerinnen mit kleinen Kindern im Haus. Denn die haben nicht immer Verständnis für die Optik der Mütter mit aufgetragener Gesichtsmaske. Das weiss ich daher, weil es mir meine Mutter mit Lachtränen in den Augen erst vor kurzem wieder erzählt hat.

Und das kam so: meine Oma hatte das ultimative Gesichtsmaskengeheimrezept made by Oma herself: Eigelb mit Zitronensaft. Kann ich nur empfehlen. Nur…wenn die Maske trocknet…Aber erstmal weiter im Text.

Meine Mutter war bei meiner Oma zu Besuch und die beiden haben sich, während mein kleiner Bruder draussen im Garten beim Spielen war, die oben genannte Maske ins Gesicht geschmiert. Und die ist nach einer gewissen Zeit auch eingetrocknet. Um die Optik zu verdeutlichen empfehle ich Euch jetzt einfach mal einen Selbstversuch und für die, die keine Eier haben: die Mimik trocknet einem mit sehr ausgeprägten Falten fast schon horroroptisch im Gesicht ein, und das alles in Gelb. Und das alles vor einigen Jahren in Kombination mit einem kleinen Bruder, der wieder ins Haus wollte und an der Tür geklingelt hat. Mit einer Oma mit gelbem Horrorfaltengesicht, die ihm die Tür geöffnet hat. Daraufhin wiederum mit einem kleinen Bruder, der panisch schreiend davon gelaufen ist und mit einer Oma, die ihm hinterhergelaufen ist, was die Sache aber nicht unbedingt besser gemacht hat. Und mit einer Mutter, die aufgrund des Gebrülls ebenfalls nach draussen gelaufen kam, mit ihrem Eigelbgesicht, und den beiden hinterher ist, was wiederum nicht unbedingt zur Beruhigung des brüderlichen Wichtes beigetragen hat. Irgendwann allerdings hat er dann doch eingesehen, dass die beiden Monster mit den Stimmen von Oma und Mama doch keine Monster, sondern eben Oma und Mama waren. Dann war die Welt wieder in Ordnung und die Familie hatte wieder einen Gag mehr, der an Familienfeiertagen die Runde macht. Und der sich irgendwie nicht abnutzt, obwohl ich ihn schon x-Mal gehört habe, muss ich jedesmal wieder lachen. Aber da dies ja ein Rat der Woche ist kommt jetzt natürlich der Rat der Woche: liebe Kinderbesitzer unter den Lesern, sollte jemand von Euch einen Wellnesstag mit einer Quark-/ Eigelb-/ Gurken-/ Whatevermaske planen, dann achtet doch bitte darauf, dass Ihr Euren Nachwuchs damit nicht furchtbar erschreckt, damit es kein Wellness mit Schrecken wird (ausser wenn er Euch an dem Tag besonders genervt hat, dann empfehle ich die Eigelbmaske).

Zu diesem Thema habe ich mal einen Comicstrip gezeichnet, den ich unten mit anhänge.

Es wünscht Euch noch einen schönen Abend Euer Fräulein, dessen Lachfältchen sich beim Schreiben gerade tief in den Quark gegraben haben.
05.09.2012

Spyderettes

 

Der Rat der Woche 15

Liebe Leserschaft,
heute geht es im Rat der Woche um kulinarische Erlebnisse im Getränkebereich. Die man jetzt machen kann aber nicht muss. Und manchmal aus Versehen macht. Ihr wisst ja, viel trinken ist gesund.

Aber gesund muss auch nicht immer gut schmecken, das hat uns als Kinder Freund Lebertran ja aufs würgreizendste erwiesen. (Das Schweppesgesicht ist vom Lebertrangesicht geklaut, da bin ich mir ganz sicher. Nur klingt jetzt der Werbeslogan „Heute schon gelebert“ nicht ganz so cool). Und dann gibt es noch die gesunden Lebensmittel, die in unschuldiger Verpackung, Form oder Farbe daherkommen.

Zum Beispiel der Brottrunk. Kennt Ihr den? Gibt´s im Reformhaus und schmeckt wie Kotze. Finde ich. Und was wie Kotze schmeckt geht normalerweise aus dem Kopf raus und nicht in den Kopf rein, zumindest in meiner Welt. Aber es gibt doch tatsächlich Leute, die auf die gesundheitsfördernde Wirkung des Brottrunks schwören und sich auch nicht von dessen Geruch und Geschmack abschrecken lassen. (Und überhaupt, Brottrunk, also entweder ess ich ein Brot- Brotess oder ich trink was- Wasser. Brottrunk, tz. Und zur Mittagspause gibts einen Wurstbrottrunk oder wie ;)?) Ok, wie gesagt, es gibt Leute die schwören darauf. Mein Friseur und meine Mama z.B. Und da ich dieses Wochenende Zuhause war, habe ich sie beide angetroffen. Die Mama und den Brottrunk. In genau dieser Reihenfolge.

Es war einer dieser heißen Tage, an dem man nur im Schatten vor sich hindörren kann, weil man zu nichts anderem mehr in der Lage ist, ausser Trinken vielleicht. Und aus diesem Grund habe ich im kühlen Hausinneren mein Literglas Apfelschorle gebunkert. Eisgekühlt und zum Zugriff bereit. Ich krieche also in einer Trinkpause ausgetrocknet vom vielen Schattensitzen im Garten ins Haus, schrei „Wasser, Wasser“ bzw. „Apfelschorle, Apfelschorle“ stürze mich zu meinem Glas und den Inhalt desselbigen hinunter und hätte ihn fast im selben Moment wieder heraufgestürzt. WEIL ER NACH KOTZE GESCHMECKT HAT! Weil meine Mama klammheimlich meine Apfelschorle ausgetrunken hat und das geleerte Glas zum Mischen Ihres greislichen Brotgetränkes verwendet hat. Und neeeeeeeee, das schaut nicht anders aus, es hat GENAU dieselbe Farbe wie naturtrübe Apfelschorle. Nur nicht GENAU denselben Geschmack. Uaaaaaaaah!

Wäre mein Vater in diesem Moment in der Küche gewesen, hätte er garantiert gesagt: „Des host etzt davo, weilst Dein Schnobel a immer überall einehalten muasst“! (Übersetzung für Preissn: Das hast Du nun davon, Kind, weil Du auch immer alles anfressen/ trinken musst!“) Als Kind kam ich nämlich so in den zweifelhaften kulinarischen Genuß von Ameisengeist, der in einer Glasflasche bei uns in der Küche stand und ich Durst hatte und Euch jetzt sagen kann, dass es einen Grund hat, warum man sich mit Ameisengeist einreibt und ihn nicht trinkt. (Das war ein weiterer Rat der Woche!)

Ja, und hier war ich nun, mit dem Mund voller Brottrunkgeschmack und keine Mama weit und breit, an deren Ärmel ich meine Zunge hätte abwischen können. Die war nämlich, nachdem sie ein Schlückchen ihres apfelschorlenklonfarbenen Brottrunks getrunken hatte, seelenruhig wieder nach draussen gegangen, um mir beim Dörren im Schatten Gesellschaft zu leisten.

Tja und die Moral von der Geschicht ist: des host etzt davo, weilst Dein Schnobel a immer überall einehalten muasst! Und der Rat der Woche: bevor Du was in Dich hineinschüttest, mache erst den olfaktorischen Test auf Trinkbarkeit und Wohlgeschmack.

In diesem Sinne wünscht Euch eine fröhliche Woche Euer Frollein, das garantiert kein Brot trinkt und auch dem Ameisengeist nicht allzu zugeneigt ist. Darauf einen Dujardin
23.08.2012

 

Der Rat der Woche 14

Zuallererst mal ein wunderschönes neues Jahr, meine Lieben 🙂 Ich hoffe, Ihr hattet einen schönen Jahreswechsel, einen katerfreien Start ins neue Jahr und, auch wenn es jetzt schon wieder über 2 Wochen her ist, ein braves Christkindl (das heisst, dass es Euch hoffentlich neben der schönen Weihnachtsstimmung auch das gebracht hat, was Ihr Euch gewünscht habt).

Mir hat das brave Christkindl neben meiner Wunschliste auch noch eine zusätzliche Lebensweisheit beschert und Euch hiermit einen neuen Rat der Woche.

Es fing ja ganz harmlos an. Mit einem Verdauungsschnapsel auf dem Sofa, nachdem die ganze Verwandschaft ins Fresskoma gefallen war. Das könnt Ihr Euch jetzt so vorstellen wie den 100-jährigen Schlaf im Dornröschenschloss, mit dem Unterschied, dass die Schlossbewohner damals nicht so wampert waren wie wir alle an den Feiertagen.

Also, der Verdauungsschnaps, der kam in Form eines kleinen Fläschchens Averna daher. Und aufgrund meiner Bewegungsunfähigkeit (die Weihnachtsgans und die Knödel haben mich quasi aufs Sofa getackert) habe ich angefangen, mir das Fläschchen an die Lippen zu saugen und vom Mund baumeln zu lassen. (Der einzige Teil meines Körpers, den ich noch bewegen konnte)

Das hat mich wiederum an die Filzstiftkappenbärte erinnert, die die jugendlichen Gesichter meiner Mitschüler und mir in allzu faden Unterrichtsstunden geziert hatten. Könnt Ihr Euch noch daran erinnern, bzw. habt Ihr das auch gemacht? Da saugst Du die Kappen Deiner Filzstifte an und durch den entstehenden Unterdruck kannst Du sie quasi auf Deinem Gesicht herumschieben. Derjenige, der den größten Filzstiftbart hatte, war der König der Kappen. Lustig wars.

Und was mit Filzstiftkappen geht, geht auch mit kleinen Avernaflaschen. Ja, geht schon. Geht sogar ganz prima. Man muss zwar ein bisschen mehr Druck erzeugen, aber es funktioniert. Und so hatte ich bald links und rechts von meinen Backen die leeren Flaschen meiner giggelnden Fresskomafamilie baumeln.

Sah schon lustig aus, nur dummerweise noch viel lustiger, nachdem ich die Flaschen wieder von meinem Gesicht ploppen ließ. Die Flaschen waren weg, nur die Flecken, die durch den Unterdruck entstanden sind, blieben. So hatten wir nicht gewettet! Bei den Filzstiftkappen gabs nie Flecken, ok, kleine Ränder, die nach 10 Minuten wieder verschwunden waren, aber keine zentimetergroßen runden Knutschflecken auf beiden Backen, die sich 4 Tage lange nicht ums Verrecken überschminken ließen. Das war mir neu.

Ich muss Euch, glaube ich, nicht erzählen, dass Sätze wie „Mach mal nen Punkt“, „Kannst Du bitte mal auf den Punkt kommen“, „Sei aber bitte pünktlich“, „Punkt Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Eve-Gesicht“ und „In diesen Punkten kann ich Dir nicht widersprechen“ in den folgenden Tagen dauernd gefallen sind und auch nicht, dass man einen grantigen Menschen, der die Spötter aufgrund dieser Taktlosigkeit zurechtweist und dabei aussieht wie ein beleidigter Marienkäfer, wohl nicht für ganz voll nimmt.

Ich glaube, wenn mich zu dieser Zeit im Supermarkt die Kassiererin gefragt hätte, ob ich Punkte sammle, wäre das ein ganz ungünstiger Zeitpunkt gewesen, weil sie damit ganz gezielt meinen wunden Punkt getroffen hätte und ich von meine Standpunkt abgerückt wäre, keine punktuell platzierten Kopfnüsse an Kassiererinnen zu verteilen.

Also, mein Rat der Woche an Euch ist: Lasst Euch nichts im Gesicht rumbaumeln, was Euch Tage später noch zum Mittelpunkt von Spott und Häme macht ;).

Und hier mach ich jetzt einen Punkt, trinke Averna in Zukunft nur noch aus dem Eimer und wünsche Euch einen schönen Januar.

Euer Fräulein mit den wunden Gesichtspunkten, das sich garantiert auch nicht mal mehr einen Filzstiftkappenbart machen wird.
06.01.2012

 

Der Rat der Woche 13

Sehr geehrte Leserschaft,

Rat der Woche…, der letzte Rat der Woche ist jetzt schon ein Eck her, vielleicht sollte ich diese Rubrik umbenennen in „Rat der alle heiligen Zeiten mal“.

Aber wie dem auch sei, guter Rat tut immer Not und heute möchte ich Euch raten, darauf zu achten, dass Tube nicht gleich Tube ist und man sich über Geschmack sehr wohl streiten kann, wenn man unbedacht den Mund zu voll nimmt.

Ich weiss ja jetzt nicht, wie es bei Euch im Badezimmer aussieht bzw. auf der Ablage über dem Waschbecken bzw. da, wo Eure Zahncreme rumsteht. Ich persönlich steh ja auf alles, was gut riecht und was man sich irgendwohin schmieren kann und dementsprechend sieht es auch in meinem Bad aus. Tube an Tiegel an Pröbchen an Flakon und zwar überall im Badezimmer, auf der Ablage über dem Waschbecken und auch da, wo meine Zahncreme rumsteht.

Dass das eine vielleicht nicht ganz so schlaue Anordnung ohne Grundordnung diverser Körperpflegemittel ist, habe ich letzte Woche am eigenen Leib erfahren.

Und zwar auf folgende Weise:

Wie es so ist als kurzsichtiger Uhu nimmt man nach Absetzen der Sehhilfe die Dinge nur noch schemenhaft wahr. Das Motto „erst gucken, dann schlucken“ ignorierend habe ich mit routiniertem Griff zu Zahnbürste und Zahncreme gegriffen, das Zahnpflegemittel auf die Borsten geschmiert und mit der Fressbrettreinigung begonnen. Aber nur kurz, denn der Geschmack war wiederum so gar nicht nach meinem Geschmack und von der Minzfrische meilenweit entfernt. Stattdessen hatte ich das Gefühl, plötzlich samtweiche, streichelzarte Zähne in meiner mittlerweile schaumigzarten, feuchtigsregulierten fältchengemilderten Mundhöhle mit einem nicht zu ignorierenden, seifigparfümierten Beigeschmack zu haben. Da muss man jetzt nicht lange darüber nachsinnen, ich hatte mich in der Tube vergriffen! Statt zu fröhlicher Signalsportfrische (warum zum Teufel heisst eine Zahncreme eigentlich „Sport“?) hatte ich mir mit einer Tube Nivea Soft die Zähne gepflegt. Ja pfui!

Und nun liebe Kinder mein Rat der Woche: lasst das lieber! Das schmeckt nämlich ganz schön beschissen! Soviel zum Begriff Zahncreme, den ich aufgrund meiner Kurzsichtigkeit versehentlich wörtlich genommen hatte. Pah, mir ist die Alternative „Zahnpasta“ eh viel lieber. Pasta klingt ja auch schon lecker! Aber da ich davon ausgehe, dass Barilla auch in Zukunft keine Nudeln in der Tube anbieten wird, die dann in optischer Gleichschaltung auf der Ablage neben meiner Zahnpasta mit fiesem Grinsen darauf wartet, von mir verwechselt zu werden, schaue in in Zukunft lieber genauer hin, was ich mir so auf die Bürstenborsten schmiere.

Euer zahnfaltenfreies Fräulein, das unter Geschmacksverirrung auf soften Borsten leidet
07.05.2012

 

Der Rat der Woche 12

Bonsoir liebe Lesers,
Eigentlich wollte ich ja noch nichts verraten, aber weil es mir so viel Spass macht und ich heute meinen Petztag habe, rücke ich damit raus: Ich bin gerade dabei, mich in einer Texterschule zur Werbetexterperle ausbilden zu lassen, was für Euch heisst, dass Ihr in Zukunft noch schnittigere Einträge zu lesen bekommt, dies aber noch ein bisschen dauern wird, bis ich wieder ein wenig mehr Zeit habe, um mir genügend neuen Blödsinn einfallen zu lassen.

Und nein, ich will hier dann keine Waschmittel Weichspüler Wiener Würstchen und Weicheier werblich weiterverwursten, sondern der Schreiberei den letzten Schliff geben, damit Ihr noch ein bisschen breiter grinsen könnt ;). So, soviel dazu, genug gepetzt für heute, eigentlich wollte ich Euch einen neuen Rat der Woche angedeihen lassen, der sich hauptsächlich an die Stadtbewohner richtet, aber für Landbewohner auch von Interesse sein könnte.

Heute geht es um Rolltreppen – ihr kennt sie ja. Es gibt kurze und es gibt lange, wie in der Menschenwelt auch. Ebenso wie es in der Menschenwelt den Typ „Hans guck in die Luft“ gibt, oder vielemehr aus emanzipal correctness „Gretel guck in die Luft“, denn in diesem Fall geht es um die weibliche Variante unter den Luftguckern.

Und wenn beide aufeinandertreffen, die Gretel und die Rolltreppe, naja…, weil Rolltreppen haben irgendwann ein Ende – immer! Nur manchmal ist das Ende näher als gedacht. Da kann es schon mal passieren, dass der Luftgucker ziemlich unwirsch von einem Augenblick zum Anderen aus seinen Tagträumen gerissen wird und sich dann ganz schnell auf dem dreckigen Boden der Tatsachen wiederfindet. Blauen Fleck am Arsch inklusive. Verdammt!

Von daher liebe Rolltreppenfahrer, Augen auf bei der Benutzung mechanischer Stufenanlagen, ausser ihr wollt z.B. den Berliner Hauptbahnhof aus der Perspektive eines gefallenen Mädchens betrachten. Auauau, jammer.

Euer gefallener Engel auf dem plötzlich endenden Stairway to Heaven
30.11.2011

Der Rat der Woche 11

Liebe Leserschaft,
inspiriert von einer lieben Freundin, die mir eine längst vergessene Gegebenheit aus Schulzeiten als Anregung für einen neuen Eintrag gegeben hat, möchte ich Ihn Euch natürlich auch nicht vorenthalten, ein klassischer Rat der Woche.

Es begab sich an einem Schultag eine Gruppe von gackernden Mädchen am Ende der Pause, die ganz cool ihre Plastikkaffeebecher (ihr wisst schon, diese geriffelten braunen mit der Plörre, die nach Gemüsebrühe schmeckt, obwohl man Cappuccino gedrückt hat) demonstrativ vor sich herhaltend die wichtigen Dinge des Lebens besprechen. Aber weil Pausen nicht endlos sind, die Themen, die die Welt beschäftigen aber natürlich schon, wurde im Eifer des Gefechts hektisch nach der Uhrzeit gefragt. Die Reaktion der einzigen uhrenbesitzenden Kaffebecherhalterin war natürlich ein hurtiger Blick auf die Uhr mit gleichzeitiger unfreiwilliger Entleerung des Gemüsebrühencappuccinos über unseren Schuhen. Wenigstens haben wir dann gewusst, um wieviel Uhr wir uns die Schuhe eingesaut hatten. Darum bedenke, dass die Drehung des Handgelenks zum Bespechten der aktuellen Uhrzeit je nach Handflächeninhalt eine Riesensauerei nach sich ziehen kann, also erst Hand befreit, dann Uhrbezeit.

Euer Fräulein mit den cappuccinofarbenen Sprenkelschuhen
07.07.2011

 

Die Räte der Woche 10- 1 befinden sich allesamt in „Frollein Eves Sicht der Dinge“ auf den Seiten 83-98 😉

DamenbartFrolleinEve